WIE DIE EPS-MATRIX VON SPIRULINA EMULGATOREN, STABILISATOREN UND FARBSTOFFE ERSETZT – UND REZEPTUREN CLEAN, STABIL UND SENSORISCH ÜBERZEUGEND BLEIBEN.

ZUSAMMENFASSUNG

Frische Mikroalgen als Schlüssel für Clean Label

Clean Label ist zum Branchenstandard geworden: kurze Zutatenlisten, verständliche Rohstoffe – ohne E-Nummern. In der Praxis scheitern viele Reformulierungen daran, dass Emulsion, Stabilität, Farbe und Mundgefühl ohne Zusatzstoffe leiden.

Frische Mikroalgen, insbesondere Spirulina (Limnospira sp.), liefern eine bioaktive EPS-Matrix (Extrazelluläre Polysaccharide), die technofunktionale Aufgaben übernimmt, für die sonst Emulgatoren (z. B. E471), Verdickungs-/Gelbildner (z. B. E415/E407) oder Farbstoffe (z. B. E131/E102) gebraucht würden. Das Ergebnis: natürliche Stabilität und Textur – mit cleaner Deklaration und sensorisch neutralem Profil.

Die standardisierte Frischbiomasse von ALGENWERK lässt sich in zahlreichen Lebensmittelkategorien einsetzen– von pflanzlichen Alternativen, Dressings und Aufstrichen über Desserts und Schokolade bis hin zu Speiseeis. So gelingt Zusatzstoffreduktion ohne technologische Abstriche.

ALGENWERK entwickelt nachhaltig produzierte, rückverfolgbare und lebensmittelrechtlich klar definierte Mikroalgenbiomassen, die sich nahtlos in bestehende Rezepturen integrieren lassen – als natürliche, funktionale Zutat für die nächste Generation gesunder Clean-Label-Produkte.

ALGENWERK ist europäischer Technologieführer für frische Mikroalgen aus geschlossenen Photobioreaktoren. Das Unternehmen entwickelt nachhaltig produzierte, rückverfolgbare und lebensmittelrechtlich klar definierte Mikroalgenbiomasse, die sich nahtlos in bestehende Rezepturen integrieren lässt – als natürliche, funktionale Zutat für die nächste Generation gesunder Clean-Label-Produkte.

ALGENWERK steht für höchste Qualität, Reinheit und Prozesssicherheit in der Mikroalgenproduktion. Die Produktion erfolgt ganzjährig, standardisiert und unabhängig von saisonalen Schwankungen. Dank geschlossener, hochreiner Systeme entsteht keimfreie, geschmacksneutrale Biomasse, die frei von Pestiziden, Antibiotika und Zusatzstoffen ist.

Das patentierte kontinuierliche Produktionsverfahren garantiert eine im Markt einzigartige Haltbarkeit von 5 Wochen (im Vergleich zu rund einer Woche bei herkömmlicher Frischalge) – bei gleichbleibend hoher Nährstoffdichte und sensorischer Stabilität.

Mit über 10 Jahren Erfahrung in der Produktionstechnologie für Mikroalgen gilt ALGENWERK heute als weltweit größter Anbieter für frische Spirulina. ALGENWERK ist ISO9001 zertifiziert.

Die Herausforderung:    

Clean Label ohne Funktionsverlust

Clean Label ist längst mehr als ein Trend. Für Hersteller bedeutet es eine tiefgreifende Reformulierung ihrer Produktentwicklung – weg von Zusatzstoffen, hin zu kurzen Zutatenlisten und verständlichen Deklarationen. Doch was in der Theorie einfach klingt, wird in der Praxis schnell zur technologischen Herausforderung.

Die Ursache:

Viele industriell bewährte Rezepturen basieren auf Zusatzstoffen, die über Jahrzehnte präzise aufeinander abgestimmt wurden.

  • Emulgatoren sorgen für Stabilität zwischen Fett- und Wasserphasen.
  • Stabilisatoren und Verdickungsmittel (z. B. E415, E407) geben Struktur, Viskosität und Mundgefühl.
  • Farbstoffe erzeugen visuelle Attraktivität und Markenkonsistenz.

Wer diese Stoffe streicht, greift in ein fein austariertes System aus physikalischen und sensorischen Wechselwirkungen ein.

Das führt häufig zu:

  • instabilen Emulsionen, Phasentrennungen und wässriger Textur,
  • ungleichmäßiger Viskosität oder Sedimentbildung,
  • optisch blassen, wenig appetitlichen Produkten,
  • Einbußen in Geschmack, Mundgefühl oder Lagerfähigkeit.

Die Folge: Food Designer und R&D-Teams stehen zwischen zwei gegensätzlichen Anforderungen:

Verbraucher:innen und Handel verlangen Produkte „ohne E-Nummern“ – die Produktion verlangt gleichzeitig Prozessstabilität, Lagerfähigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Laut Innova Market Insights (2024):

  • 78 % der Konsument:innen wünschen „Zutaten, die sie verstehen“.
  • 62 % der neuen Produktrelaunches tragen Clean-Label-Versprechen.
  • Doch nur 17 % der Reformulierungen bleiben dabei stabil und sensorisch konsistent.

Clean Label zu erreichen ist kein Marketingproblem, sondern eine ingenieurtechnische Herausforderung.

Es erfordert neue Rohstoffe, die biologische Funktionalität besitzen – ohne chemische Additive, aber mit denselben stabilisierenden Effekten.

Die Lösung:

BIOLOGISCHE FUNKTIONSMATRIX STATT CHEMISCHER ZUSATZ

Frische Spirulina liefert eine extrazelluläre Polysaccharid-Matrix (EPS) – ein fein vernetztes, natürliches Hydrogel, das sich in Rezepturen wie ein funktioneller Zusatzstoff verhält, aber rein biologischen Ursprungs ist.

Diese Matrix besteht aus komplexen Zuckerpolymeren, die sich in wässriger Umgebung dreidimensional vernetzen. Dadurch bildet sich ein viskoelastisches Netzwerk, das Wasser bindet, Öl- und Fettphasen stabilisiert und Textur aufbaut – ganz ohne chemische Emulgatoren oder Stabilisatoren.

Im Gegensatz zu synthetischen Zusatzstoffen wirkt die EPS-Matrix multi-funktional und dynamisch: Sie reagiert auf Temperatur, pH-Wert und Scherkräfte, stabilisiert dadurch variable Rezepturen – von pflanzlichen Drinks bis zu Desserts – und verbessert gleichzeitig das Mundgefühl und die Homogenität der Produkte.

                                   

Farbstoffe und Bindemittel werden überflüssig, weil die EPS-Matrix von Natur aus pigmenthaltig ist und emulgierende sowie verdickende Eigenschaften kombiniert.

So entsteht Funktionalität aus biologischer Selbstorganisation, nicht aus chemischer Zusammensetzung.

Das Ergebnis: ein natürlicher Funktionskomplex, der bisher nur durch mehrere synthetische Zusätze erreicht wurde – mit klarer Deklaration („Spirulina, frisch“) und hoher Verbraucherakzeptanz als Clean-Label-Zutat.

Schon gewusst? Frisch vs. Pulver – warum Frische entscheidet

Ob ein Lebensmittel seine Nährstoffe und Funktionen behält, hängt nicht nur von seiner Zusammensetzung ab – sondern vor allem von seiner Verarbeitungsform. Bei Spirulina zeigt sich dieser Unterschied besonders deutlich: Während Pulverprodukte durch Trocknung ihre biologische Aktivität weitgehend verlieren, bleibt frische Biomasse lebendig, funktional und sensorisch neutral. Frische Spirulina gilt als unverarbeitete Zutat.

Nachteile getrocknete Spirulina in Pulverform

Wie frische Spirulina das löst

Hoher Oxidationsgrad durch Trocknung → Verlust empfindlicher Nährstoffe (Vitamine, ungesättigte Fettsäuren)
Frischkultiviert, nicht erhitzt: Bioaktive Verbindungen bleiben intakt, maximale Nährstoffdichte und Bioverfügbarkeit
Denaturierte Proteine durch Sprühtrocknung
Intakte Proteinstruktur mit vollständigem Aminosäurenprofil; höhere biologische Wertigkeit und bessere Verdaulichkeit
Geringe technofunktionale Aktivität (schwache Gelbildung, schwache Emulsionsfähigkeit)
Aktive EPS-Matrix wirkt als natürlicher Emulgator, Gelbildner und Stabilisator – ersetzt E471, E415, E407
Verlust an Farbe und Pigmenten → blasses Grün, geringere optische Wirkung
Phycocyanin & Carotinoide bleiben stabil – intensive natürliche Farbe, ersetzt künstliche Farbstoffe (E131, E102)

Consumer Acceptance – 97 % finden frische Spirulina geschmacksneutral

Ein zentraler Vorteil für die Anwendung: Frische Spirulina ist sensorisch neutral. In Blindverkostungen der Hochschule Neubrandenburg (2025) bewerteten 97 % der Teilnehmenden den Geschmack als mild oder neutral, während getrocknete Produkte häufig als bitter eingestuft wurden. Damit kann frische Spirulina in höherer Dosierung verarbeitet werden, ohne den Geschmack anderer Zutaten zu überlagern – eine zentrale Voraussetzung für die Nutri-Score-Optimierung in Produkten, die gleichzeitig „gesund und lecker“ sein müssen.

 

„Mein Spirulina-Erlebnis war super. Die frische Alge schmeckt im Vergleich zu Pulver sehr dezent.“
Eva-Maria Straub, Bloggerin, NaturallyRawsome

Anwendungsbeispiele: frische Spirulina in Eis & Smoothies

Frische Spirulina hat sich in Entwicklungsprojekten sowohl in gekühlten als auch gefrorenen Anwendungen bewährt – insbesondere in Frucht-Smoothies und milchfreien Speiseeis-Rezepturen. In beiden Produktkategorien konnte der Nutri-Score messbar verbessert werden, ohne dass Geschmack, Farbe oder Textur beeinträchtigt wurden.

Frische Spirulina diente zur Fettreduktion und Texturstabilisierung; 20 % der bisherigen Kokosfettbasis wurden ersetzt. Der Gesamtfettgehalt sank von 7,2 g auf 4,1 g/100 g, der Proteingehalt stieg um +1,6 g/100 g. Ergebnis: Nutri-Score von C auf A – bei unveränderter Cremigkeit und ohne Eiskristallbildung. Die natürliche Emulgatorwirkung der Polysaccharide aus der Spirulina-Matrix stabilisierte das Produkt, synthetische Stabilisatoren waren nicht mehr erforderlich.

 

35 % Frischbiomasse in einer Basis aus Apfel- und Bananenpüree erhöhten den Proteinanteil (+1,1 g/100 ml) und die natürlichen Ballaststoffe aus der EPS-Matrix. Der Nutri-Score stieg von D auf B. Sensorische Panels der Hochschule Neubrandenburg (2025) bestätigten: keine wahrnehmbare Geschmacksabweichung, natürliche Farbintensität, stabile Viskosität auch nach Kühlung.

Beide Anwendungen zeigen: Frische Mikroalgen sind funktionale Nährstoffträger und zugleich technologische Strukturgeber – sie ermöglichen Reformulierungen, die sowohl den Nutri-Score als auch das Clean-Label-Profil deutlich verbessern.

Resultate:

5 nachweisbare Effekte für Hersteller

Der Einsatz frischer Mikroalgen wirkt sich in mehrfacher Hinsicht positiv und quantifizierbar auf Produktqualität, Kennzeichnung und Markterfolg aus.

  1. Verbesserter Nutri-Score: Bereits bei einem Anteil von 30–40 % frischer Spirulina lässt sich der Nutri-Score eines Lebensmittels um bis zu zwei Stufen verbessern – z. B. von D auf B. Das liegt an der hohen Protein- und Ballaststoffdichte, dem geringen Fettgehalt und dem gleichzeitig hohen Anteil an Mikronährstoffen. So gelingen Rezepturen mit wenigen Anpassungen von einer durchschnittlichen zu einer klar gesünderen Bewertung.

     

     

  2. Höhere Kaufwahrscheinlichkeit: Diese Optimierung zahlt sich auch wirtschaftlich aus. Laut NielsenIQ (2024) steigt die Kaufwahrscheinlichkeit von Verbraucher:innen um bis zu 25 %, wenn sich der Nutri-Score eines Produkts um nur eine Stufe verbessert. Hersteller, die ihren Score aktiv verbessern, schaffen also nicht nur regulatorische Konformität und Markenvertrauen, sondern auch nachweisbar höhere Absatzchancen. Clean-Label-Deklarationen steigern nicht nur das Vertrauen der Verbraucher:innen, sondern erleichtern auch Listungen und Kommunikation im B2B-Umfeld.

     

     

  3. Weniger deklarationspflichtige Zusatzstoffe: Durch die natürliche EPS-Matrix der Mikroalgen können bis zu 70 % der bislang eingesetzten Stabilisatoren und Emulgatoren entfallen. Das vereinfacht die Zutatenliste erheblich und stärkt das Clean-Label-Profil – ein zentraler Wettbewerbsfaktor in der modernen Lebensmittelproduktion.

     

     

  4. Höherer Mikronährstoffgehalt: Frische Spirulina steigert darüber hinaus den ernährungsphysiologischen Wert des Endprodukts deutlich. In Analysen der Hochschule Neubrandenburg (2025) wiesen mit frischer Biomasse formulierte Produkte bis zu 80 % höhere Gehalte an Vitaminen und Carotinoiden auf als Vergleichsprodukte mit Pulverzusätzen. Diese höhere biologische Aktivität verbessert nicht nur die Nährwerttabelle, sondern auch das gesundheitliche Markenversprechen. BTW: Die in Spirulina enthaltenen Phycocyanin- und Carotinoid-Pigmente erzeugen stabile, natürliche Farbtöne. Sie sind pH-stabil im Bereich von 3 bis 7 und behalten ihre Intensität auch bei mäßiger Wärmebehandlung unter 65 °C.

     

  5. Sensorische Akzeptanz & Geschmack: Ein entscheidender Vorteil für die Praxis ist die gelöste Geschmacksproblematik. Frühere Pulverprodukte wurden häufig als bitter oder grasig bewertet – bei frischer Spirulina ist dieses Problem beseitigt. In Blindverkostungen der Hochschule Neubrandenburg (2025) bewerteten 97 % der Teilnehmenden den Geschmack als mild oder neutral. Damit lässt sich Spirulina erstmals in höherer Dosierung einsetzen, ohne den Geschmack anderer Zutaten zu überlagern – eine entscheidende Voraussetzung für die Kombination aus gesund und genussvoll.

FAZIT: FRISCHE MIKROALGEN VERBINDEN TECHNOLOGISCHE FUNKTION, SENSORISCHE NEUTRALITÄT UND REGULATORISCHE SICHERHEIT.

HERSTELLER:INNEN KÖNNEN DAMIT STABILE, SAUBERE UND ZUGLEICH MARKENSTÄRKENDE REZEPTUREN ENTWICKELN – WISSENSCHAFTLICH VALIDIERT UND PRAXISERPROBT.

Häufige Fragen:

Typische Einwände gegen frische Mikroalgen – und warum sie in der Praxis längst gelöst sind

Kosten & Wirtschaftlichkeit: Im Vergleich zu klassischen Zusatzstoffen liegen die Rohstoffkosten frischer Mikroalgen zunächst höher. In der Gesamtbetrachtung gleichen sich diese Aufwendungen jedoch aus – oder kehren sich sogar ins Positive: Durch die Verbesserung des Nutri-Scores, die Einsparung synthetischer Zusatzstoffe und die Premiumpositionierung im Clean-Label-Segment entsteht ein klarer Return-on-Investment. Produkte, die eine Nutri-Score-Stufe verbessern, verzeichnen laut NielsenIQ (2024) eine um bis zu 25 % höhere Kaufwahrscheinlichkeit – ein direkter wirtschaftlicher Effekt, der die Rohstoffmehrkosten deutlich übersteigt.

Prozessintegration & Anwendung: Frische Mikroalgen benötigen keine komplett neuen Produktionsanlagen, sondern ein präzises Verständnis für Dosierung, pH-Stabilität und Temperaturführung. ALGENWERK stellt Pilotchargen zur Verfügung, begleitet Rezepturanpassungen und bietet Anwendungssupport in allen Bereichen. Ziel ist immer, die Integration ohne strukturelle Umstellungen zu ermöglichen – pragmatisch, sicher, reproduzierbar.

Logistik & Haltbarkeit: Die Biomasse wird gekühlt geliefert und bleibt bis zu fünf Wochen stabil. Alle Chargen werden rückverfolgbar produziert, mikrobiologisch getestet und mit klarer Haltbarkeitsdokumentation versehen. Damit entspricht die Frischbiomasse den gängigen Qualitäts- und Hygienestandards der Lebensmittelindustrie – und lässt sich nahtlos in bestehende Supply-Chain-Prozesse einbinden.

Regulatorik & Rechtssicherheit: Spirulina (Limnospira sp.) ist als Lebensmittel in der EU zugelassen und fällt nicht unter die Novel-Food-Verordnung (EU) 2015/2283. Der Einsatz in Lebensmitteln ist damit rechtlich unbedenklich. ALGENWERK stellt auf Wunsch alle relevanten Spezifikationen, Zertifikate und Dokumentationen zur Verfügung, um Zulassungs- und Auditprozesse zu unterstützen.

Kurz gesagt: Die Herausforderungen sind lösbar – und die Vorteile überwiegen deutlich. Frische Mikroalgen erfordern kein Umdenken im Sinne eines Risikos, sondern im Sinne einer Chance: den nächsten Schritt zu einer natürlich funktionierenden, wirtschaftlich rentablen und regulatorisch sauberen Produktgeneration.

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